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Saarland - Wohnungsbau – Liste der Technischen Baubestimmungen, andere technische Regelwerke und Leitfäden

Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)Fussnote 1

Zur Umsetzung der Landesbauordnung des Saarlandes (LBO)Fussnote 2 ist die DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen (DIN 18040-2)Fussnote 3 als Technische Baubestimmung teilweise eingeführt (siehe Anlage Nr. 7.3/2 der LTB).

Grundlage dieser Einführung sind die allgemeinen Anforderungen des § 3 Abs. 4 Satz 1 LBOReferenz 1. Die als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln müssen beachtet werden. Nach § 3 Abs. 4 Satz 3 LBOReferenz 2 kann davon abgewichen, wenn mit anderen Lösungen die allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 LBOReferenz 3 in gleichem Maße erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört u. a. die Berücksichtigung der besonderen Belange von Familien, Personen mit Kindern, von behinderten und alten Menschen.

DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen

Die Anwendung der DIN 18040-2 gilt für Wohnungen, die nach § 50 Abs. 1 LBOReferenz 4 barrierefrei sein müssen, sowie für Wohnungen und Aufzüge, die nach § 39 Abs. 5 Satz 3 LBOReferenz 5 stufenlos erreichbar sein müssen (siehe Satz 1 Anlage 7.3/2Referenz 6).

Nach Nr. 1 Anlage 7.3/2Referenz 7 sind von der Einführung ausgenommen:

  • Der Abschnitt 4.3.6 (Treppen), in dem es um die barrierefreie Nutzbarkeit von Treppen für Menschen mit begrenzten motorischen Einschränkungen sowie für blinde und sehbehinderte Menschen geht. Die entsprechenden Anforderungen beziehen sich auf die Laufgestaltung und Stufenbildung, auf Handläufe sowie Orientierungshilfen an Treppen und Einzelstufen. Die Anforderungen gelten für Gebäudetreppen und Treppen zur äußeren Erschließung.
  • Der Abschnitt 4.4 (Warnen/Orientieren/Informieren/Leiten), in dem es um Anforderungen der visuellen, auditiven und taktilen Wahrnehmbarkeit zur Gebäudenutzung geht. Die Anforderungen beziehen sich auf die Gestaltung entsprechender baulicher Voraussetzungen z. B. von Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und des üblichen Geschosswohnungsbaus.
  • Alle Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“. Diese Vorgaben betreffen die zusätzlichen oder weitergehenden Anforderungen an Wohnungen für eine barrierefreie und uneingeschränkte Rollstuhlnutzung (siehe Abschnitt 1 einschließlich Kasten [Anwendungsbereich]). Darunter fallen z. B. die Bewegungsflächen (Mindestflächen) von 150 cm x 150 cm in Räumen und vor Sanitärobjekten, die Bewegungsfläche von 70 cm Tiefe und 90 cm Breite neben dem WC sowie die Türbreite von mindestens 90 cm.

Neben diesen von der Anwendung ausgenommenen Anforderungen wird eine weitere eingeschränkt: Gemäß Nr. 2 Anlage 7.3/2Referenz 8 reicht es aus, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums einer Wohnung nach § 50 Abs. 1 LBOReferenz 9 dem Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht. Hier geht es um Fenster, die auch in sitzender Position einen Durchblick in die Umgebung erlauben. Die weitergehende Anforderung der Norm bezieht sich auf einen Teil der Fenster in Wohn- und Schlafräumen.

Nach Nr. 3 Anlage 7.3/2Referenz 10 genügt es für die stufenlose Erreichbarkeit von Aufzügen und Wohnungen, wie dies in § 39 Abs. 5 LBO festgelegt ist, dass Eingänge eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben (Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1). Außerdem gelten die Bewegungsflächen an Türen nach Abschnitt 4.3.3.4 und die Anforderungen an Rampen nach Abschnitt 4.3.7.

Darüber hinaus ist festgelegt, dass technische Regeln, auf die in der DIN 18040-2 verwiesen wird, von der Einführung nicht erfasst sind (siehe letzter Satz der Anlage 7.3/2Referenz 11).

Fußnoten

Referenzen

Zurück zum Text, Referenz 1:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 3, Abs. 4, Satz 1

Die von der obersten Bauaufsichtsbehörde durch öffentliche Bekanntmachung als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln sind zu beachten.

Zurück zum Text, Referenz 2:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 3, Abs. 4, Satz 3

Von den Technischen Baubestimmungen kann abgewichen werden, wenn mit einer anderen Lösung in gleichem Maß die allgemeinen Anforderungen des Absatzes 1 erfüllt werden; § 18 Abs. 3 und § 22 bleiben unberührt.

Zurück zum Text, Referenz 3:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 3, Abs. 1

Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass sie

  1. die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährden,

  2. keine vermeidbaren oder unzumutbaren Belästigungen verursachen,

  3. ohne Missstände zu benutzen sind,

  4. die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährden, insbesondere den Naturhaushalt schonen und Möglichkeiten zum sparsamen Umgang mit Boden, Wasser und Energie, zur Gewinnung erneuerbarer Energien sowie zur Reduzierung und Wiederverwendung von Wertstoffen und Abfallstoffen nutzen,

  5. die besonderen Belange der Familien und der Personen mit Kindern, der behinderten und der alten Menschen berücksichtigen.

Zurück zum Text, Referenz 4:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 50, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Die Räume in diesen Wohnungen müssen mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 5 bleibt unberührt.

Zurück zum Text, Referenz 5:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 39, Abs. 5, Satz 3

Dieser Aufzug muss von allen Wohnungen in dem Gebäude und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus stufenlos erreichbar sein.

Zurück zum Text, Referenz 6:LTB Saarland
Liste der Technischen Baubestimmungen Saarland
Nr. Anlage 7.3/2, Satz 1

Die Einführung bezieht sich auf
- Wohnungen, soweit sie nach § 50 Abs. 1 LBO barrierefrei sein müssen, und
- Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach § 39 Abs. 5 Satz 3 LBO stufenlos erreichbar sein müssen.

Zurück zum Text, Referenz 7:LTB Saarland
Liste der Technischen Baubestimmungen Saarland
Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 1

Die Abschnitte 4.3.6 und 4.4 sowie alle Anforderungen mit der Kennzeichnung „R" sind von der Einführung ausgenommen.

Zurück zum Text, Referenz 8:LTB Saarland
Liste der Technischen Baubestimmungen Saarland
Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 2

Für Wohnungen nach § 50 Abs. 1 LBO genügt es, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht.

Zurück zum Text, Referenz 9:LBO Saarland
Landesbauordnung Saarland
§ 50, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Die Räume in diesen Wohnungen müssen mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 5 bleibt unberührt.

Zurück zum Text, Referenz 10:LTB Saarland
Liste der Technischen Baubestimmungen Saarland
Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3

Für die stufenlose Erreichbarkelt nach § 39 Abs. 5 LBO genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.

Zurück zum Text, Referenz 11:LTB Saarland
Liste der Technischen Baubestimmungen Saarland
Nr. Anlage 7.3/2 , Satz letzter Satz

Technische Regeln, auf die in dieser Norm verwiesen wird, sind von der Einführung nicht erfasst.

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