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Niedersachsen - Wohnungsbau - Landesbauordnung

Niedersächsische Bauordnung (NBauO)Fussnote 1

Die Niedersächsische Bauordnung (NBauO) enthält folgende für die Herstellung der Barrierefreiheit von Wohnungen besonders relevante Aussagen:

§ 3 Allgemeine Anforderungen

Im Gegensatz zu den meisten Bauordnungen der anderen Bundesländer enthalten die allgemeinen Anforderungen in § 3 Abs. 2 NBauOReferenz 1 auch die Berücksichtigung der Belange behinderter und alter Menschen, von Kindern und Jugendlichen sowie von Personen mit Kleinkindern.

Die Berücksichtigung der Belange der genannten Personengruppen gilt gemäß § 83 Abs. 2 NBauOReferenz 2 auch bei Abweichungen von eingeführten Technischen Baubestimmungen (siehe dazu Kapitel Liste der Technischen Baubestimmungen).

§ 34 Treppen

Als Alternative für notwendige TreppenFussnote 2 zur Erschließung nicht zu ebener Erde gelegener Geschosse sind nach § 34 Abs. 1 Satz 3 NBauOReferenz 3 flache Rampen zulässig. Die Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung (DVO-NBauO)Fussnote 3 besagt in § 14 Abs. 4 DVO-NBauOReferenz 4, dass diese Rampen eine Neigung von nicht mehr als 10 % haben dürfen. Weitergehende Anforderungen an Rampen für Wohnungen, die nach § 49 Abs. 1 NBauOReferenz 5 barrierefrei sein müssen und für Wohnungen und Aufzüge, die nach § 38 Abs. 3 Satz 2 NBauOReferenz 6 stufenlos erreichbar sein müssen, regelt die als Technische Baubestimmung eingeführte DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen (DIN 18040-2) im Abschnitt 4.3.7.

Jede Treppe muss gemäß § 34 Abs. 3 NBauOReferenz 7 mindestens einen festen und griffsicheren Handlauf haben. Notwendige Treppen sind mit beidseitigen Handläufen auszustatten. Letzteres gilt z. B. nicht für Treppen, die von behinderten und alten Menschen nicht benutzt werden müssen, für Treppen von Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2Fussnote 4 sowie für Treppen in Wohnungen.

§ 38 Aufzüge

§ 38 Abs. 1 NBauOReferenz 8 besagt, dass Aufzüge betriebssicher und brandsicher sein müssen. Außerdem müssen Aufzüge im Innern von Gebäuden einen eigenen Fahrschacht haben, sofern dies zur Verhinderung einer Brandausbreitung erforderlich ist.

Ausnahmen benennt § 21 Abs. 1 DVO-NBauOReferenz 9, wonach Aufzüge, ausgenommen in Hochhäusern, ohne Fahrschacht erlaubt sind. Voraussetzung dafür ist u. a. dass sich der Aufzug innerhalb eines notwendigen Treppenraums (siehe dazu § 35 Abs. 1 NBauOReferenz 10) befindet oder in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 vorhanden istFussnote 5.

§ 38 Abs. 2 Satz 1 NBauOReferenz 11 verlangt Aufzüge in ausreichender Zahl und Anordnung für Gebäude, deren Fußboden höher als 12,25 m über der Eingangsebene liegt. Mindestens einer dieser Aufzüge muss nach § 38 Abs. 3 Satz 1 NBauOReferenz 12 geeignet sein, z. B. Krankentragen und Rollstühle aufzunehmen. Außerdem wird festgelegt, dass ein solcher Aufzug Haltestellen in allen Geschossen haben muss. Nach § 38 Abs. 3 Satz 2 NBauOReferenz 13 muss dieser Aufzug, der u. a. auch für Rollstuhlnutzer geeignet ist, von allen Wohnungen sowie von der öffentlichen Verkehrsfläche aus stufenlos erreichbar sein. Genauere Angaben zur notwendigen Zahl von Aufzügen und zu Abmessungen von Fahrkörben nennt § 21 Abs. 4 DVO-NBauOReferenz 14.

Weitergehende Anforderungen an Aufzüge zu Wohnungen, die nach § 49 Abs. 1 NBauOReferenz 15 barrierefrei sein müssen, regelt die als Technische Baubestimmung eingeführte DIN 18040-2 im Abschnitt 4.3.5.

§ 47 Notwendige Einstellplätze

Gemäß § 47 Abs. 1 Satz 1 NBauOReferenz 16 müssen für bauliche Anlagen, bei denen ein Zu- und Abgangsverkehr von Kraftfahrzeugen zu erwarten ist, Einstellplätze vorgesehen werden. Ihre Anzahl und Größe müssen den zu erwartenden Kraftfahrzeugen von Benutzern und Besuchern der baulichen Anlagen entsprechen. Nach Nr. 1 der Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauOFussnote 6Referenz 17 sind für die erforderliche Anzahl notwendiger Einstellplätze die Richtzahlen Nr. 1.1 bis Nr. 1.2 der AnlageReferenz 18 verbindlich. Danach sind für Einfamilienhäuser 1 bis 2 Einstellplätze und für Mehrfamilienhäuser sowie sonstige Gebäude mit Wohnungen 1 bis 1,5 Einstellplätze je Wohnung zu Grunde zu legen. Diese Richtzahlen sind  nach Nr. 1.2 der Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauOReferenz 19 zu erhöhen oder zu ermäßigen, wenn sie im Missverhältnis zum tatsächlichen Bedarf stehen.

Eine Regelung zur Größe des Einstellplatzes enthält § 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen und Stellplätzen (GaStplVO)Fussnote 7 Referenz 20. Danach müssen Einstellplätze generell mindestens 5 m lang und für Kraftfahrzeuge behinderter Personen mindestens 3,50 m breit sein. Weitergehende Anforderungen für Pkw-Stellplätze für Wohnungen, die nach § 49 Abs. 1 NBauOReferenz 21 barrierefrei sein müssen, regelt die als Technische Baubestimmung eingeführte DIN 18040-2 im Abschnitt 4.2.2.

§ 49 Barrierefreie Zugänglichkeit und Benutzbarkeit baulicher Anlagen

Nach § 49 Abs. 1 Satz 1 NBauOReferenz 22 müssen in Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei sein, d. h. diese Wohnungen müssen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein. Gemäß § 49 Abs. 1 Satz 2 NBauOReferenz 23 muss Abstellraum für Rollstühle in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein.

Darüber hinaus regelt § 49 Abs. 1 Satz 3 NBauOReferenz 24, dass in jeder achten Wohnung  eines Gebäudes die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein müssen.

Gemäß § 29 DVO-NBauOReferenz 25 gilt für Wohnungen, die nach § 49 Abs. 1 NBauO barrierefrei sein müssen, und die nur über einen Aufzug stufenlos erreichbar sind, § 38 Abs. 3 Satz 1 NBauO entsprechend.

§ 49 Abs. 3 Satz 1 NBauO enthält die Härteklausel, wonach die o. g. Vorgaben nicht gelten, wenn die Anforderungen z. B. wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen vorhandener ungünstiger Bebauung nur mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand umgesetzt werden können.

Sofern die Berücksichtigung der Anforderungen nach § 49 Abs. 1 NBauOReferenz 26 das Interesse an der unveränderten Erhaltung eines Baudenkmals nach § 3 Niedersächsisches DenkmalschutzgesetzFussnote 8Referenz 27 überwiegt, können Eingriffe in das Baudenkmal zwingend verlangt werden.

Fußnoten

  • Zurück zum Text, Fußnote 1

    Niedersächsische Bauordnung (NBauO) in der Fassung vom 10. Februar 2003 (Nds. GVBl. S. 89), Ausfertigung vom 03.04.2012, Fundstelle: Nds. GVBl. 2012, 46


    Weitere Informationen (externer Link)
  • Zurück zum Text, Fußnote 2

    Treppen, die baurechtlich vorgeschrieben sind

  • Zurück zum Text, Fußnote 3

    Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung (DVO-NBauO) vom 26. September 2012 (Nds. GVBl. S. 382), letzte berücksichtigte Änderung: §§ 21 und 30 geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 13. November 2012 (Nds. GVBl. S. 438)


    Weitere Informationen (externer Link)
  • Zurück zum Text, Fußnote 4

    Dazu § 2 Abs. 3 Nr. 1a und Nr. 2“… freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² Grundfläche …“ (Gebäudeklasse 1) und „…nicht freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² Grundfläch …“ (Gebäudeklasse 2).

  • Zurück zum Text, Fußnote 5

    Dazu § 2 Abs. 3 Nr. 1a und Nr. 2“… freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² Grundfläche …“ (Gebäudeklasse 1) und „…nicht freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² Grundfläch …“ (Gebäudeklasse 2).

  • Zurück zum Text, Fußnote 6

    Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO, RdErl. d. MS vom 19.12.2008 (Nds. MBl. 2009, S. 50), zuletzt geändert durch RdErl. d. MS v. 28.09.2012 (Nds. MBl. Nr. 2012, S. 752) und Nr. 1.1 bis 1.3 der Anlage

    Link zur Anlage


    Weitere Informationen (externer Link)
  • Zurück zum Text, Fußnote 7

    Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen und Stellplätzen (Garagen- und Stellplatzverordnung - GaStplVO) vom 4. September 1989, Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Verordnung vom 11.10.2012 (Nds. GVBl. S. 401)


    Weitere Informationen (externer Link)
  • Zurück zum Text, Fußnote 8

    Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz vom 30. Mai 1978 (Nds. GVBl. S. 517), letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert, § 22 a eingefügt durch Gesetz vom 26.05.2011 (Nds. GVBl. S. 135)


    Weitere Informationen (externer Link)

Referenzen

Zurück zum Text, Referenz 1:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 3, Abs. 2

Bauliche Anlagen müssen den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse entsprechen. Die Belange der Menschen mit Behinderungen, der alten Menschen, der Kinder und Jugendlichen sowie der Personen mit Kleinkindern sind zu berücksichtigen.

Zurück zum Text, Referenz 2:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 83, Abs. 2

Die Technischen Baubestimmungen sind einzuhalten. Von ihnen darf abgewichen werden, wenn den Anforderungen des § 3 auf andere Weise ebenso wirksam entsprochen wird; § 17 Abs. 3 und § 21 bleiben unberührt.

Zurück zum Text, Referenz 3:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 34, Abs. 1, Satz 3

Statt notwendiger Treppen sind Rampen mit flacher Neigung zulässig.

Zurück zum Text, Referenz 4:DVO-NBauO
Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung
§ 14, Abs. 4

Statt notwendiger Treppen dürfen Rampen mit einer Neigung von nicht mehr als 10 Prozent vorhanden sein.

Zurück zum Text, Referenz 5:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar (barrierefrei) sein. Abstellraum für Rollstühle muss in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein. In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein.

Zurück zum Text, Referenz 6:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 38, Abs. 3, Satz 2

Dieser Aufzug muss von allen Wohnungen in dem Gebäude und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus stufenlos erreichbar sein.

Zurück zum Text, Referenz 7:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 34, Abs. 3

Treppen müssen mindestens einen Handlauf haben. Notwendige Treppen müssen beiderseits Handläufe haben. Die Handläufe müssen fest und griffsicher sein. Satz 2 gilt nicht, wenn Menschen mit Behinderungen und alte Menschen die Treppe nicht zu benutzen brauchen, und nicht für Treppen von Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 sowie in Wohnungen.

Zurück zum Text, Referenz 8:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 38, Abs. 1

Aufzüge müssen betriebssicher und brandsicher sein.Aufzüge im Innern von Gebäuden müssen eigene Fahrschächte haben, wenn dies erforderlich ist, um eine Brandausbreitung in andere Geschosse ausreichend lang zu verhindern.

Zurück zum Text, Referenz 9:DVO-NBauO
Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung
§ 21, Abs. 1

Aufzüge ohne Fahrschacht dürfen

1.

innerhalb eines notwendigen Treppenraumes, ausgenommen in Hochhäusern,

2.

innerhalb eines Raumes, der kein notwendiger Treppenraum ist,

3.

zur Verbindung von Geschossen, die nach § 10 Abs. 4 Satz 2 durch Deckenöffnungen miteinander in Verbindung stehen dürfen, und

4.

in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2

vorhanden sein.Sie müssen verkehrssicher umkleidet sein.In einem Fahrschacht dürfen bis zu drei Aufzüge eingebaut sein.

Zurück zum Text, Referenz 10:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 35, Abs. 1

Jede notwendige Treppe muss zur Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen, durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum).Notwendige Treppenräume müssen so angeordnet und ausgebildet sein, dass die Nutzung der notwendigen Treppen im Brandfall ausreichend lang möglich ist.Sind mehrere notwendige Treppenräume erforderlich, so müssen sie so verteilt sein, dass sie möglichst entgegengesetzte Fluchtrichtungen bieten und die Rettungswege möglichst kurz sind.

Zurück zum Text, Referenz 11:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 38, Abs. 2, Satz 1

Gebäude mit Aufenthaltsräumen, deren Fußboden mehr als 12,25 m über der Eingangsebene liegt, müssen Aufzüge in ausreichender Zahl und Anordnung haben.

Zurück zum Text, Referenz 12:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 38, Abs. 3, Satz 1

In den Fällen des Absatzes 2 Satz 1 muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen, Rollstühle, Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben.

Zurück zum Text, Referenz 13:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 38, Abs. 3, Satz 2

Dieser Aufzug muss von allen Wohnungen in dem Gebäude und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus stufenlos erreichbar sein.

Zurück zum Text, Referenz 14:DVO-NBauO
Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung
§ 21, Abs. 4

Bei Aufzügen, die nach § 38 Abs. 2 NBauO erforderlich sind, muss für je 20 ständige Benutzerinnen und Benutzer dieser Aufzüge ein Fahrkorbplatz zur Verfügung stehen. Bei Aufzügen nach § 38 Abs. 3 NBauO muss die Fahrkorbgrundfläche mindestens 1,10 m x 1,40 m betragen, wenn Rollstühle aufzunehmen sind; die Fahrkorbgrundfläche muss mindestens 1,10 m x 2,00 m betragen, wenn Krankentragen aufzunehmen sind. In einem Aufzug für Rollstühle und Krankentragen darf der Teil der Fahrkorbgrundfläche, der nur für Krankentragen erforderlich ist, von der übrigen Fahrkorbfläche durch eine verschließbare Tür abgetrennt sein.

Zurück zum Text, Referenz 15:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar (barrierefrei) sein. Abstellraum für Rollstühle muss in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein. In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein.

Zurück zum Text, Referenz 16:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 47, Abs. 1, Satz 1

Für bauliche Anlagen, die einen Zu- und Abgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen erwarten lassen, müssen Einstellplätze in solcher Anzahl und Größe zur Verfügung stehen, dass sie die vorhandenen oder zu erwartenden Kraftfahrzeuge der ständigen Benutzerinnen und Benutzer und der Besucherinnen und Besucher der Anlagen aufnehmen können; wird die erforderliche Anzahl der Einstellplätze durch eine örtliche Bauvorschrift festgelegt, so ist diese Festlegung maßgeblich (notwendige Einstellplätze).

Zurück zum Text, Referenz 17:Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO
Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO
Nr. 1

1. Für die nach § 47 Abs. 1 NBauO erforderliche Anzahl der notwendigen Einstellplätze sind die Richtzahlen der Anlage zugrunde zu legen.

1.1 Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen als Anhalt, um die Anzahl der herzustellenden Einstellplätze im Einzelfall festzulegen.

1.2 Die Anzahl der nach den Richtzahlen ermittelten Einstellplätze ist zu erhöhen oder zu ermäßigen, wenn das Ergebnis in grobem Missverhältnis zu dem Bedarf steht, der sich aus der Zahl der ständigen Benutzerinnen und Benutzer (Bewohnerinnen und Bewohner und Betriebsangehörige) und der Besucherinnen und Besucher ergibt.

1.3 Bei Anlagen mit verschiedenartiger Nutzung ist der Einstellplatzbedarf für die jeweiligen Nutzungsabschnitte getrennt zu ermitteln; dies gilt nicht, wenn sich innerhalb desselben Gebäudes die verschiedenartige Nutzung aus betrieblichen Erfordernissen ergibt und die untergeordnete Fläche in der Regel nicht mehr als 10 v. H. der übergeordneten Fläche beträgt. Steht die Anzahl der so errechneten Einstellplätze in einem offensichtlichen Missverhältnis zum tatsächlichen Bedarf, weil sich aus dem verschiedenartigen Verwendungszweck der Anlage eine Bereitstellung der Einstellplätze zu unterschiedlichen Tageszeiten oder an unterschiedlichen Wochentagen ergibt, so kann die sich aus der Einzelermittlung ergebende Anzahl der Einstellplätze entsprechend vermindert werden, wenn die wechselseitige Benutzung sichergestellt ist.

1.4 Werden Schulaulen, Spiel- und Sporthallen oder sonstige Räume neben ihrer Hauptnutzung regelmäßig auch für kulturelle oder sonstige Veranstaltungen genutzt, ist deren Einstellplatzbedarf nach den entsprechenden Richtzahlen für Versammlungsstätten zu bemessen.

1.5 Bei der Festlegung der Anzahl der notwendigen Einstellplätze ist regelmäßig von dem Einstellplatzbedarf für zweispurige Kraftfahrzeuge auszugehen. Für einspurige Kraftfahrzeuge sind bei Bedarf zusätzliche Stellmöglichkeiten festzulegen.

Zurück zum Text, Referenz 18:Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO - Anlage
Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO - Anlage
Nr. 1.1 bis 1.2

Nr.

Verkehrsquelle

Zahl der Einstellplätze (Estpl.)

hiervon für Besucherinnen/ Besucher
(in v. H.)

1. Wohngebäude

1.1

Einfamilienhäuser

1 bis 2 Estpl. je Wohnung

1.2

Mehrfamilienhäuser und sonstige Gebäude mit Wohnungen

1 bis 1,5 Estpl. je Wohnung

10

Zurück zum Text, Referenz 19:Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO
Ausführungsbestimmungen zu § 47 NBauO
Nr. 1.2

Die Anzahl der nach den Richtzahlen ermittelten Einstellplätze ist zu erhöhen oder zu ermäßigen, wenn das Ergebnis in grobem Missverhältnis zu dem Bedarf steht, der sich aus der Zahl der ständigen Benutzerinnen und Benutzer (Bewohnerinnen und Bewohner und Betriebsangehörige) und der Besucherinnen und Besucher ergibt.

Zurück zum Text, Referenz 20:GaStplVO Niedersachsen
Garagen- und Stellplatzverordnung Niedersachsen
§ 4, Abs. 1

Ein notwendiger Einstellplatz muss eine Länge von mindestens 5 m haben. Ein notwendiger Einstellplatz, der barrierefrei sein muss, muss eine Breite von mindestens 3,50 m haben; im Übrigen genügt eine Breite

1.

von 2,50 m, wenn auf beiden Längsseiten im Abstand von bis zu 0,10 m Bauteile oder Einrichtungen vorhanden sind,

2.

von 2,40 m, wenn nur auf einer Längsseite im Abstand von bis zu 0,10 m Bauteile oder Einrichtungen vorhanden sind,

3.

von 2,30 m, wenn auf beiden Längsseiten im Abstand von 0,10 m weder Bauteile noch Einrichtungen vorhanden sind.

Notwendige Einstellplätze auf kraftbetriebenen Hebebühnen müssen eine Breite von mindestens 2,30 m haben. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Einstellplätze auf horizontal verschiebbaren Plattformen und in automatischen Garagen.

Zurück zum Text, Referenz 21:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar (barrierefrei) sein. Abstellraum für Rollstühle muss in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein. In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein.

Zurück zum Text, Referenz 22:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1, Satz 1

In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar (barrierefrei) sein.

Zurück zum Text, Referenz 23:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1, Satz 2

Abstellraum für Rollstühle muss in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein.

Zurück zum Text, Referenz 24:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1, Satz 3

In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein.

Zurück zum Text, Referenz 25:DVO-NBauO
Allgemeine Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung
§ 29

In Bezug auf

1.

Wohnungen, die nach § 49 Abs. 1 NBauO barrierefrei sein müssen, und

2.

Geschosse, die barrierefrei sein müssen, in baulichen Anlagen nach § 49 Abs. 2 NBauO

gelten, wenn die Wohnungen und die Geschosse nur mit einem Aufzug stufenlos erreichbar sind, die Anforderungen des § 38 Abs. 3 NBauO Satz 1 entsprechend.

Zurück zum Text, Referenz 26:NBauO
Niedersächsische Bauordnung
§ 49, Abs. 1

In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar (barrierefrei) sein. Abstellraum für Rollstühle muss in ausreichender Größe zur Verfügung stehen und barrierefrei sein. In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- und Schlafräume, ein Toilettenraum, ein Raum mit einer Badewanne oder Dusche und die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein.

Zurück zum Text, Referenz 27:Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz
Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz
§ 3

(1) Kulturdenkmale im Sinne dieses Gesetzes sind Baudenkmale, Bodendenkmale, bewegliche Denkmale und Denkmale der Erdgeschichte.

(2) Baudenkmale sind bauliche Anlagen (§ 2 Abs. 1 der Niedersächsischen Bauordnung), Teile baulicher Anlagen, Grünanlagen und Friedhofsanlagen, an deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht.

(3) Baudenkmal ist auch eine Gruppe baulicher Anlagen, die aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert ist, unabhängig davon, ob die einzelnen baulichen Anlagen für sich Baudenkmale sind. Pflanzen, Frei- und Wasserflächen in der Umgebung eines Baudenkmals und Zubehör eines Baudenkmals gelten als Teile des Baudenkmals, wenn sie mit diesem eine Einheit bilden, die aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert ist.

(4) Bodendenkmale sind mit dem Boden verbundene oder im Boden verborgene Sachen, Sachgesamtheiten und Spuren von Sachen, die von Menschen geschaffen oder bearbeitet wurden oder Aufschluß über menschliches Leben in vergangener Zeit geben und aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert sind, sofern sie nicht Baudenkmale sind.

(5) Bewegliche Denkmale sind bewegliche Sachen und Sachgesamtheiten, die von Menschen geschaffen oder bearbeitet wurden oder Aufschluß über menschliches Leben in vergangener Zeit geben und die aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert sind, sofern sie nicht Bodendenkmale sind.

(6) Denkmale der Erdgeschichte sind Überreste oder Spuren, die Aufschluss über die Entwicklung tierischen oder pflanzlichen Lebens in vergangenen Erdperioden oder die Entwicklung der Erde geben und an deren Erhaltung aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht.

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