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Weitere Normen sowie Fachveröffentlichungen

Die bisher dargestellten Hauptnormen verweisen auf weitere Normen mit Anforderungen an die Barrierefreiheit, die jedoch nicht bauaufsichtlich eingeführt sind. Ihre Anwendung muss privatrechtlich vereinbart werden bzw. ergibt sich aus dem zu beachtendem Stand der Technik. Sollen Normentwürfe berücksichtigt werden, muss dies gesondert und eindeutig vereinbart werden. Entwürfe werden hier nicht im Originaltext dargestellt, da sich im Zuge des Einspruchsverfahrens noch Änderungen ergeben können.

Themenkomplex Informationen

Nach dem Zwei-Sinne-Prinzip sollen Informationen grundsätzlich so dargestellt werden, dass sie alternativ mit einem von zwei Sinnen aufgenommen werden können. Beispielsweise werden visuell wahrnehmbare Türschilder durch fühlbare (taktile) Beschriftungen ergänzt oder visuelle Anzeigen in Aufzügen durch Sprachausgaben hörbar gemacht.

Visuelle Hilfen für Sehbehinderte

Visuelle Informationen: DIN 32975

Redaktioneller Beitrag: DIN 32975 – Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung

Hier werden die Anforderungen an die visuelle Gestaltung von Informationen aber auch an sicherheitsrelevante Ausstattungen zur Nutzung durch Sehbehinderte beschrieben. Neben einer Definition der notwendigen Leuchtdichtekontraste, ihrer Bestimmung und der Mindestwerte für verschiedene Anforderungen werden Bemessungsregeln für Schriften sowie die Maße und Ausführungen von Stufenkanten- und Glasflächenmarkierungen geregelt.

Schriften: DIN 1450

DIN 1450:1993-07 - Schriften; Leserlichkeit
(nicht dargestellt)

Die DIN 1450 behandelt die Leserlichkeit von Schriften. Sie legt Begriffe fest, erläutert die Einflüsse auf die Leserlichkeit, zählt tabellarisch die Hauptkriterien auf, legt räumliche Bereiche der Leserlichkeit fest und erlaubt die Ermittlung der notwendigen Schriftgrößen.

Die DIN 1450 bezieht sich jedoch für viele Aspekte auf einen Visus von 0,7, also auf normalsichtige Personen. Zur Ermittlung von Schriftgrößen sollte daher die oben erläuterte DIN 32975 herangezogen werden, da diese dafür einen Visus von 0,1 ansetzt und somit sehbehinderte Personen berücksichtigt.

Die DIN 1450 befindet sich derzeit in einer grundlegenden Überarbeitung, der Entwurf ist bereits veröffentlicht. Er berücksichtigt künftig auch die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung und ergänzt Angaben zur Leserlichkeit in Büchern, Magazinen und Zeitungen.

Orientierungsysteme: DIN-Fachbericht 142

Normentext: DIN-Fachbericht 142:2005-05 - Orientierungssysteme - Anforderungen an Orientierungssysteme in öffentlichen Gebäuden

Der als Empfehlung veröffentlichte Fachbericht beinhaltet Anforderungen an Orientierungssysteme in öffentlich zugänglichen Gebäuden und berücksichtigt dabei insbesondere die Barrierefreiheit. Nach einer Einführung in Kapitel 1 und den Begriffsdefinitionen in Kapitel 2 werden in Kapitel 3 Orientierungssysteme behandelt. Unterkapitel 3.1 stellt dazu grundlegende Prinzipien wie passives Leiten, aktives Leiten und aktive Hilfe vor und leitet daraus Anforderungen wie beispielsweise geschlossene Informationsketten, Informationen an Entscheidungspunkten und durchgängige Prinzipien der räumlichen Anordnung von Informationen ab. Weiter werden drei Prioritäten der Wichtigkeit festgelegt. In Unterkapitel 3.2 werden Regeln für Bezeichnungen und Nummerierungen festgelegt.

Kapitel 4 behandelt die Informationsgestaltung und legt auf Grund des Detaillierungsgrades der Information eine Gliederung für Schilder fest. Unterkapitel 4.1 zählt grundsätzliche Anforderungen an die Informationsgestaltung wie kontrastreiche Gestaltung und Tastbarkeit auf. Die Gestaltung von Schriften wird in Unterkapitel 4.2 behandelt, während 4.3 das Thema Farbe und Formen erläutert. Anforderungen an die Beleuchtung von Informationen werden in Unterkapitel 4.4 dargestellt. Unterkapitel 4.5 gibt Beispiele für und Anforderungen an Leitelemente und Leitsymbole und Unterkapitel 4.6 stellt spezielle Anforderungen an Schilder wie die Lage von Übersichtstafeln, die Eindeutigkeit von Richtungssymbolen und die Anbringung von Türschildern dar. Abschließend folgen Literaturhinweise.

Der Fachbericht 142 befindet sich derzeit in der Überarbeitung.

Taktile Informationen und Orientierungshilfen für Blinde

Bodenindikatoren: DIN 32984

Redaktioneller Beitrag: DIN 32984 – Bodenindikatoren im öffentlichen Raum

Diese Norm beschreibt die Anforderungen für Bodenindikatoren und sonstige Leitelemente für Blinde. Es werden Form und Maße der Profile und der erforderliche Leuchtdichtekontrast der Bodenindikatoren festgelegt sowie Aussagen zu den Anforderungen an die taktile und visuelle Erkennbarkeit getroffen.

Sie bestimmt zudem die Anordnung von Bodenindikatoren und beschreibt die Nutzbarkeit sonstiger Leitelemente für blinde und sehbehinderte Menschen. Der Anwendungsbereich sind z. B. öffentlich zugängliche Einrichtungen, Gebäude, Verkehrsanlagen sowie Straßenräume (in den öffentlich zugänglichen Bereichen).

Blindenschrift: DIN 32976

Normentext: DIN 32976:2007-08 - Blindenschrift - Anforderungen und Maße

Die DIN 32976 legt die Gestaltung der Blindenschrift und ihre Maße fest und stellt Anforderungen an die Trägermaterialien auf. Sie wendet sich u. a. an Hersteller von Blindenschrift aller Art.

Die DIN 32976 stellt verschiedene Größen der Blindenschrift dar, wobei für Beschilderungen nur der Großdruck zum Einsatz kommen sollte.

Taktile Schriften: E-DIN 32986 / Richtlinie DBSV

Originaltext: Richtlinie für taktile Schriften - Anbringung von Braille- und erhabener  Profilschrift und von Piktogrammen; Hrsg. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)Fussnote 1

Die Richtlinie des DBSV bildet derzeit die Grundlage für einen Entwurf zur Normierung taktiler Schriften. Dieser Entwurf ist unter der Bezeichnung E-DIN 32986 "Taktile Schriften - Anbringung von Braille- und erhabener Profilschrift" bereits der Öffentlichkeit vorgelegt worden. Da sich im Einspruchsverfahren aber noch Änderungen ergeben können, wird an dieser Stelle noch auf die Richtlinie des DBSV verwiesen.

Die Richtlinie erläutert in Kapitel 1 den Anwendungsbereich für taktil erkennbare Schriften, legt in Kapitel 2 Maße und Anforderungen für die Schriften selber fest und stellt in Kapitel 3 Regeln für den Entwurf der textlichen Inhalte sowie zur Anbringung der Beschilderungen auf.

Akustische Informationen für Hörgeschädigte und Blinde

Raumakustik: DIN 18041

DIN 18041:2004-05 - Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen
(Links zu Auszügen nachfolgend)

Die Norm erläutert Anforderungen und Maßnahmen zur Sicherung der Hörsamkeit bei der sprachlichen Kommunikation in kleinen bis mittelgroßen Räumen. Belange von Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen werden ebenfalls berücksichtigt. Sie enthält überwiegend technische Anforderungen, so dass hier nur die Ausschnitte betrachtet werden, die Aussagen zur Barrierefreiheit treffen.

Das Vorwort zählt die Aspekte auf, die die akustische Qualität eines Raumes bestimmen. In einer Anmerkung wird auf die Berücksichtigung der Belange von Personen mit eingeschränktem Hörvermögen hingewiesen. Der Anwendungsbereich legt den Geltungsbereich auf kleine bis mittelgroße Räume fest, unterscheidet die Hörsamkeit über mittlere und größere Entfernungen von der Hörsamkeit über geringe Entfernungen und legt hierfür zwei Gruppen von Räumen fest. Auch hier wird auf die besondere Bedeutung für Hörgeschädigte hingewiesen.

Nach den normativen Verweisen werden Begriffe definiert, so beispielsweise der Begriff Hörverlust/Schwerhörigkeit.

Im Kapitel 4 werden zunächst in Kapitel 4.1 die Anforderungen an die Hörsamkeit in Räumen über mittlere und größere Entfernungen erläutert, die betroffenen Räume beispielhaft aufgelistet und die besonderen Anforderungen von Personen mit eingeschränktem Hörvermögen erläutert. Im Kapitel 4.2 werden die bauakustischen Anforderungen an Störgeräusche und an den baulicher Schallschutz definiert. In Kapitel 4.2.1.2 finden sich konkrete Anforderungen an den Störschalldruckpegel für Räume in denen sich Personen mit Hörschädigungen verständigen. Kapitel 4.3 legt die raumakustischen Kenngrößen Volumenkennzahl und Nachhallzeit fest, hier sind am Ende von Kapitel 4.3.2 die barrierefreien Anforderungen an die Nachhallzeit zu finden. Im Kapitel 4.4 zur geometrischen Gestaltung der Räume wird in einer Anmerkung auf die Bedeutung von zusätzlichen optischen Informationen verwiesen. Kapitel 4.5 beschäftigt sich mit Elektroakustischen Beschallungsanlagen für Sprachdarbietungen. In Kapitel 4.5.3 wird darauf hingewiesen, dass bei Durchsageanlagen zur Alarmierung die Gefahrensignale nach dem Zwei-Sinne-Prinzip hörbar und visuell wahrnehmbar sein müssen. Kapitel 4.5.4 befasst sich anschließend mit Beschallungssystemen für Schwerhörige.

Räume mit einer benötigten Hörsamkeit über mittlere und größere Entfernungen werden im Kapitel 5 behandelt. Kapitel 6 gibt Empfehlungen und zählt Maßnahmen für die Hörsamkeit über geringere Entfernungen auf.

Im Anhang A werden Begriffe der Sprachverständlichkeit erläutert und im Anhang B Beispiele zur Kennzeichnung der Schallabsorption von Materialien, Konstruktionen, Gegenständen und Personen gegeben. Anhang C erläutert Hilfsmittel für Maßnahmen zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit bei Schwerhörigkeit. Hierin werden zunächst Grundlagen der Sprache und des Sprachverstehens dargestellt und anschließend verschiedene Beschallungssysteme für Schwerhörige vorgestellt. Anhang D beschäftigt sich mit den akustischen Komponenten der Sprachkommunikation und abschließend werden Literaturhinweise gegeben.

Sprachverständlichkeit: EN 60268-16

IEC 60268-16:2004-1 - Elektroakustische Geräte - Teil 16: Objektive Bewertung der Sprachverständlichkeit durch den Sprachübertragungsindex (IEC 60268-16:2003); Deutsche Fassung EN 60268-16:2003
(nicht dargestellt)

Die EN 60268-16 beschreibt ein Messverfahren zur Beurteilung der Sprachverständlichkeit bei der Übermittlung von verbalen Informationen über elektronische Systeme oder in akustischen Umgebungen. Hierbei können auch Korrekturen für hörgeschädigte Personen berücksichtigt werden. Anwendung finden diese Messungen beispielweise bei Beschallungsanlagen, Sprachalarmsystemen, Gegensprechanlagen und Hörhilfen. Sie können aber auch bei Messungen zur Kommunikation in Räumen und Hörsälen sowie zur Beurteilung der direkten Kommunikation ohne elektronische Verstärkung in Räumen und Fahrzeugen eingesetzt werden.

Diese Norm wendet sich vorrangig an Techniker, die solche Messungen durchführen und wird hier daher nicht weiter dargestellt.

Induktionsschleifen für Hörgeräte: EN 60118-4

DIN EN 60118-4:2007-08 - Akustik - Hörgeräte - Teil 4: Induktionsschleifen für Hörgeräte - Magnetische Feldstärke (IEC 60118-4:2006); Deutsche Fassung EN 60118-4:2006
(Links zu Auszügen nachfolgend)

Die DIN EN 60118-4 behandelt technische Anforderungen an Induktionsschleifen, die überall dort in Gebäuden eingesetzt werden, in denen Hörgeräteträgern eine akustische Information übermittelt werden soll. Diese umfangreiche Norm wird hier nur in den Auszügen verlinkt, die dem Verständnis dienen und bauliche Aspekte betrachten, weitere technische Einzelheiten werden ausgeklammert.

In der Einleitung wird eine grundlegende Einführung in das Thema Induktionsschleifen gegeben, das Kapitel Anwendungsbereich begrenzt den Einsatzbereich der Norm auf Audiofrequenz-Induktionsschleifen, die ein Eingangssignal für Hörgeräte mit Induktionsspule liefern sollen und auf die Anforderungen an deren magnetische Feldstärke um ein Übersteuern des Hörgerätes zu vermeiden. Die Norm legt weiter die Minimalanforderungen an die Frequenzcharakteristik für eine ausreichende Sprachverständlichkeit sowie geeignete Messverfahren fest.

Nach normativen Verweisen und Begriffsdefinitionen wird im Kapitel 4 die Eignung eines Ortes für die Installation einer Audiofrequenz-Induktionsschleife betrachtet. Hier sind insbesondere die allgemeinen Hinweise in Unterkapitel 4.1 zu beachten. Die weiteren Unterkapitel beschäftigen sich mit den für die Untersuchung notwendigen Messungen. Kapitel 5 definiert Prüfsignale und Kapitel 6 legt Kennwerte, Messverfahren und Anforderungen fest.

Der Anhang A beschäftigt sich mit Systemen für kleinere Versorgungsbereiche, die beispielsweise in Wohnungen, an Hilfepunkten und Bankschaltern zum Einsatz kommen. Anhang B legt Anforderungen an Messgeräte fest, während Anhang C die Bereitstellung der Information über die eingesetzten Systeme für den Anwender, beispielsweise durch entsprechende Piktogramme, festlegt. Anhang D betrachtet die Messung von Sprachsignalen, Anhang E erläutert theoretische Grundlagen und Anhang F die Kalibrierung von Messgeräten. Abschließend folgen umfangreiche Literaturhinweise.

Induktionsschleifen: Infobroschüre DSB

Externer Fachbeitrag: Warum IndukTive Höranlagen? (Hrsg. DSB) (Direktlink PDF)

Der Themenkomplex der Sprachübermittlung über technische Hilfsmittel an Personen mit eingeschränktem Hörvermögen wird umfassend in einem Fachbeitrag des Referats Barrierefreies Planen und Bauen im Deutschen Schwerhörigenbund e. V. abgehandelt.

Akustische Signale: DIN 32974

Normentext: DIN 32974:2000-02 - Akustische Signale im öffentlichen Bereich – Anforderungen

Die DIN 32974 legt für akustische Signale für den öffentlichen Bereich verschiedene Signalklassen fest und definiert für diese Klassen die spezifische Signalcharakteristik um eine möglichst eindeutige Zuordnung zu erreichen (siehe Einleitung).

Kapitel 1 erläutert den Anwendungsbereich auf Fahrzeuge, öffentliche Verkehrsmittel, Verkehrsanlagen und öffentlich zugängliche Einrichtungen fest. In Kapitel 2 finden sich Verweisungen auf andere zu berücksichtigende Normen. Kapitel 3 definiert die verwendeten Begriffe wie Warnsignal, Ankündigungssignal, Bestätigungssignal, Orientierungssignal und Freigabesignal. Die Anforderungen an die verschiedenen Signalklassen sowie allgemeine Anforderungen wie eine Lautstärkeanpassung werden in Kapitel 4 in mehreren Tabellen aufgeführt. Hier werden u.a. Signalfrequenz, Taktfrequenz, Schalldruckpegel und Abstrahlzeit festgelegt. Im Anhang A folgen dann informativ weitere Literaturhinweise.

Themenkomplex Gebäudeausstattung

Die Barrierefreiheit der Gebäudeausstattung wird überwiegend in den Hauptnormen behandelt, so dass meist auf diese verwiesen wird (siehe nachfolgendes Beispiel Treppen). Zu Gebäuden mit besonderen Anforderungen finden sich hingegen teilweise auch in den Fachnormen Aussagen zur Barrierefreiheit (siehe nachfolgendes Beispiel Veranstaltungsstätten).

Treppen: DIN 18065

DIN 18065:2011-06 – Gebäudetreppen – Begriffe, Messregeln, Hauptmaße
(nicht dargestellt)

In dieser Norm werden für Treppen im Bauwesen die Begriffe, Messregeln, Hauptmaße und Toleranzen festgelegt. Die DIN 18065 ist in der Regel in den Bundesländern als Technische Baubestimmung eingeführt, ihre Anwendung ist daher unter Berücksichtigung eventueller Ausnahmen gesetzlich verbindlich.

Die DIN 18065 legt selber keine Anforderungen an die barrierefreie Nutzbarkeit von Gebäudetreppen. Sie verweist lediglich im Vorwort darauf, dass besondere Anforderungen für Kinder, behinderte und ältere Personen bestehen können und dass beim barrierefreien Bauen die entsprechenden Regelungen nach Landesbauordnungen und Normen zu beachten sind. Sie wird an dieser Stelle daher nicht weiter dargestellt.

Anforderungen an die Barrierefreiheit von Treppen finden sich in der DIN 18040 Teil 1: Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude. Zur Verbindlichkeit dieser Norm in den einzelnen Bundesländern finden sich Hinweise in den landesrechtlich spezifischen Kapiteln zu den Eingeführten Technischen Baubestimmungen. Anforderungen Blinder und Sehbehinderter finden sich übereinstimmend mit der DIN 18040-1 ebenso in der DIN 32975: Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung und der DIN 32984: Bodenindikatoren im öffentlichen Raum.

Zuschaueranlagen: DIN EN 13200-1

DIN EN 13200-1:2012-11 - Zuschaueranlagen - Teil 1: Allgemeine Merkmale für Zuschauerplätze
(Links zu Auszügen nachfolgend)

Das Vorwort erläutert rechtliche Grundlagen dieser europäischen Norm und führt Änderungen auf. Die Einleitung definiert den Anwendungsbereich mit der Festlegung von Kriterien für die räumliche Anordnung von Zuschaueranlagen. Die nachfolgenden Kapitel behandeln nur teilweise die Barrierefreiheit, so dass hier nur auf Auszüge verwiesen wird.

In Kapitel 3 werden die notwendigen Begriffe definiert, während Kapitel 4 Aussagen über Materialien und technische Anlagen trifft. Für den Themenkomplex der Barrierefreiheit sind insbesondere das Unterkapitel 4.5 zu Lautsprecherdurchsagen, das Unterkapitel 4.7 zu Anzeigetafeln sowie das Unterkapitel 4.8 zu Orientierungssystemen relevant. Die Anforderungen an den Zuschauerbereich werden in Kapitel 5 dargestellt, hier sind das Unterkapitel 5.1 zu allgemeinen Anforderungen und das Unterkapitel 5.4 zu den Plätzen für Zuschauer mit besonderen Bedürfnissen zu beachten. Kapitel 6 gibt Hinweise zur Ermittlung des Fassungsvermögens von Zuschauerplätzen, Kapitel 7 zählt Faktoren zur Durchlasskapazität der Ausgänge auf und Kapitel 8 verweist für die Ermittlung von Lasten und dynamischen Beanspruchungen auf andere Normen. Kapitel 9 beschreibt Anforderungen an die Sichtlinien und gibt hierbei auch Hinweise bezüglich der Barrierefreiheit.

Anhang A gibt Beispiele von Zuschaueranlagen und Anhang B informiert über den größten Betrachtungsabstand, geht dabei auf nicht Sehbehinderte ein. Anhang C sortiert Sportarten in verschiedene Veranstaltungsgruppen, während Anhang D die Überdachung von Tribünen in Bezug auf eine ungehinderte Sicht behandelt. Anhang E gibt Hinweise zur Ermittlung der Durchlasskapazität der Ausgänge und fordert die Berücksichtigung der Evakuierung von Rollstuhlfahrern. Alle Anhänge sind lediglich informativ. Abschließend folgen Literaturhinweise.

Fußnoten

  • Zurück zum Text, Fußnote 1

    Richtlinie für taktile Schriften - Anbringung von Braille- und erhabener Profilschrift und von Piktogrammen, Hrsg. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) / Gemeinsamer Fachausschuss Umwelt und Verkehr (GFUV)

    Erhältlich unter www.dbsv.org > Unsere Struktur > Übergreifende Fachausschüsse > GFUV > Taktile Schriften

     

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