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DIN 18025 Teil 2 - Barrierefreie Wohnungen (alte Fassung)

DIN 18025-2:1992-12 – Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen 

Normentext DIN 18025-2

Inhalt

Diese – inzwischen überholte – Norm stellt die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Wohnungen (ohne solche für Rollstuhlnutzer) dar.

Anmerkung zur Überarbeitung

Die DIN 18025-2 wurde überarbeitet und durch die DIN 18040 Teil 2 – Barrierefreie Wohnungen abgelöst. Sie ist jedoch in einigen Bundesländern noch als Technische Baubestimmung eingeführt und somit dort rechtlich verbindlich, es ist jedoch darauf zu achten, dass einzelne Abschnitte von der Einführung ausgenommen sein können (siehe Beiträge zu den Bundesländern). Im Falle eines Rechtsstreits wird zudem die DIN 18040 Teil 2 gutachterlich als Stand der Technik und damit als verbindlich betrachtet werden, ihre Anwendung wird daher empfohlen.

Anmerkung zur Nutzung

Bei dieser Norm sind die Bilder nicht den Kapiteln zugeordnet, sondern anschließend gesammelt dargestellt. Für die Durchsicht empfiehlt es sich, das Kapitel Bilder in einem eigenen Tab zu öffnen.

Kapitel 1: Anwendungsbereich und Zweck

Im Kapitel 1 wird der Geltungsbereich auf barrierefreie neue Miet- und Genossenschaftswohnungen und entsprechende Wohnanlagen festgelegt. Sinngemäß findet diese Norm Anwendung bei barrierefreien neuen Wohnheimen, bei Umbauten und Modernisierungen aller erwähnten Anlagen sowie entsprechend dem individuellen Bedarf bei entsprechendem Wohnraum im Privateigentum. Die Wohnungen müssen für alle nutzbar sein und die Bewohner müssen in die Lage versetzt werden, von fremder Hilfe weitgehend unabhängig zu sein. Im Folgenden werden verschiedene Behindertengruppen aufgezählt, für die dies insbesondere gilt. Für Rollstuhlnutzer wird auf DIN 18025-1 verwiesen (abgelöst durch DIN 18040-2). In Anmerkungen enthaltene Empfehlungen sind gesondert zu vereinbaren.

Kapitel 2: Begriffe

Kapitel 2 definiert die in der Norm verwendeten Begriffe in den Unterkapiteln 2.1 (Einrichtungen) und 2.2 (Bewegungsflächen), letztere dürfen sich überlagern aber nicht in ihrer Funktion eingeschränkt werden.

Kapitel 3: Maße der Bewegungsflächen

Kapitel 3 listet in den Unterkapiteln 3.1 bis 3.6 die benötigten Maße von Bewegungsflächen bei verschiedenen Situationen auf: Zwischen Wänden außerhalb von Wohnungen und neben Treppen, bei Kraftfahrzeug-Stellplätzen, vor Einrichtungen im Sanitärraum und im schwellenlos begehbarem Duschbereich, neben Betten, zwischen Wänden innerhalb der Wohnung, vor Kücheneinrichtungen, zwischen Radabweisern einer Rampe und auf Wegen innerhalb der Wohnanlage sowie vor Möbeln.

Kapitel 4: Türen

Das Kapitel 4 legt maßliche Anforderungen an Türen und ihre Schlagrichtung bei Sanitärräumen fest, definiert Anforderungen an große Glasflächen und verweist für Türanschläge und –schwellen auf ein späteres Kapitel.

Kapitel 5: Stufenlose Erreichbarkeit, untere Türanschläge und –schwellen, Aufzug, Rampe

Kapitel 5 fordert in Unterkapitel 5.1 die stufenlose Erreichbarkeit aller zur Wohnung gehörenden Räume sowie des Hauseinganges und einer Ebene der Wohnung und definiert in den Unterkapitel 5.2 bis 5.5 die maßlichen Anforderungen an untere Türanschläge und –schwellen, Aufzüge, Rampen und Treppen sowie an deren Ausstattung.

Kapitel 6: Besondere Anforderungen an Küche, Sanitärraum, zusätzliche Wohnfläche und Freisitz

Verschiedene bauliche Bereiche werden in Kapitel 6 behandelt. Unterkapitel 6.1 definiert Anforderungen an die Küche und an deren Einrichtungen wie Herd, Arbeitsplatte und Spüle bezüglich der Arbeitshöhe, den Bewegungsflächen davor und die Beinfreiheit darunter und verweist auf DIN 18022 Küchen, Bäder und WCs im Wohnungsbau (Norm mittlerweile ersatzlos gestrichen). Entsprechende Anforderungen an Sanitärräume samt Duschplatz, Badewanne und Waschtisch, werden in Unterkapitel 6.2 festgelegt, auf weitere Kapitel wird verwiesen. Eine zusätzlich benötige Wohnfläche für bestimmte Behindertengruppen wird in 6.3 festgelegt, Unterkapitel 6.4 gibt Anmerkungen zum Freisitz (Terrasse, Loggia, Balkon) und verweist bezüglich der Bewegungsflächen auf andere Kapitel.

Kapitel 7: Wände, Brüstungen und Fenster

In Kapitel 7 wird die ausreichende Tragfähigkeit der Wände der Küche gefordert. Zur Höhe von Brüstungen sowie zum Einbruchsschutz gibt es in diesem Kapitel Anmerkungen.

Kapitel 8:  Bodenbeläge

Kapitel 8 thematisiert die Anforderungen an Bodenbeläge im Gebäude und im Freien und gibt Anmerkungen zu ihrer Ausbildung als Orientierungshilfe.

Kapitel 9: Raumtemperatur

Bezüglich der Bemessung der Raumtemperatur wird in Kapitel 9 auf die DIN 4701 Teil 2 verwiesen, zusätzlich wird die Forderung nach ganzjährig möglicher Beheizung aufgestellt.

Kapitel 10: Beleuchtung

Kapitel 10 gibt Anmerkungen zu einer höheren Beleuchtungsstärke für Sehbehinderte.

Kapitel 11: Fernmeldeanlagen

Kapitel 11 fordert eine Gegensprechanlage mit Türöffner sowie einen Fernsprechanschluss.

Kapitel 12: Bedienungsvorrichtungen

Das Kapitel 12 behandelt die baulichen und weiteren Anforderungen an Bedienelemente und listet für Bedienelemente folgende Beispiele auf: Schalter, Steckdosen, Taster, Türdrücker, Öffner von Fenstertüren, Bedienungselemente automatischer Türen. Neben der Festlegung von Anbringungshöhen und den seitlichen Abständen zu Wänden werden in diesem Kapitel eine scharfkantige und versenkte Ausführung der Bedienelemente untersagt und tastbare Markierungen sowie Farbkontraste gefordert. Weiter gibt es Aussagen zu Heizkörperventilen und Namensschildern sowie zur Tür des Sanitärraumes.

Abschließend werden die zitierten Normen und andere Unterlagen aufgelistet und weitere Normen angeführt.