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DIN 18024 Teil 2 - Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten (alte Fassung)

DIN 18024-2:1996-11 – Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen

Normentext DIN 18024-2

Inhalt

Diese – inzwischen überholte – Norm stellt die Anforderungen an die Barrierefreiheit öffentlich zugängiger Gebäude dar.

Anmerkung zur Überarbeitung

Die DIN 18024-2 wurde überarbeitet und durch die DIN 18040 Teil 1 – Öffentliche zugängliche GebäudeFussnote 1 abgelöst, welche jedoch nicht mehr für Arbeitsstätten zuständig ist. Die DIN 18024-2 ist jedoch noch in einigen Bundesländern als Technische Baubestimmung eingeführt und somit dort noch rechtlich verbindlich, es ist jedoch darauf zu achten, dass einzelne Abschnitte von der Einführung ausgenommen sein können (siehe Beiträge zu den Bundesländern im Kapitel Öffentlich zugängliche Gebäude). Im Falle eines Rechtsstreits wird zudem die DIN 18040 Teil 1 gutachterlich als Stand der Technik und damit als verbindlich betrachtet werden, ihre Anwendung wird daher empfohlen.

Die in der DIN 18024-2 noch vorhandenen Kapitel Aufzüge und Orientierungshilfen sind größtenteils nicht mehr in der DIN 18040 Teil 1 aufgeführt, hier ist auf die DIN-EN 81-70 sowie die DIN 32975zu verweisen.

Anmerkung zur Nutzung

Bei dieser Norm sind die Bilder im Originaldruck nicht durchgehend den Kapiteln zugeordnet. Bilder zu Bewegungsflächen und zum Aufzug befinden sich im Kapitel 11, für die Durchsicht empfiehlt es sich, das Kapitel parallel in einem eigenen Tab zu öffnen.

Kapitel 1: Anwendungsbereich und Zweck

In Kapitel 1 wird der Geltungsbereich auf öffentlich zugängige Gebäude oder Gebäudeteile sowie auf Arbeitsstätten und deren Außenanlagen festgelegt, sie gilt jedoch nicht für Krankenhäuser. Die Norm gilt für die Planung, Ausführung und Errichtung derartiger Anlagen und ist sinngemäß auf bauliche Veränderungen und Nutzungsänderungen anzuwenden. Die Anlagen müssen für alle nutzbar sein und die Nutzer müssen in die Lage versetzt werden, von fremder Hilfe weitgehend unabhängig zu sein. Im Folgenden werden verschiedene Behindertengruppen aufgezählt, für die dies insbesondere gilt. Formulierungen in der Norm mit „sollte“ sind Empfehlungen, die besonders zu vereinbaren sind.

Kapitel 2: Normative Verweisungen

Kapitel 2 verweist auf weiter relevante Normen:

DIN 5035-2:1990-09, Beleuchtung mit künstlichem Licht; Richtwerte für Arbeitsstätten in Innenräumen und im Freien.

DIN 15325:1990-12, Aufzüge; Bedienungs-, Signalelemente und Zubehör; ISO 4190-5, Ausgabe 1987 modifiziert.

DIN 18022:1989-11, Küchen, Bäder und WCs im Wohnungsbau; Planungsgrundlagen.

DIN 18025-1:1992-12, Barrierefreie Wohnungen; Wohnungen für Rollstuhlbenutzer; Planungsgrundlagen [abgelöst durch DIN 18040-2].

ZH 1/571, Merkblatt für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr )

Kapitel 3: Begriffe

Kapitel 3 definiert die in der Norm verwendeten Begriffe in den Unterkapiteln 3.1 (Einrichtungen) und 3.2 (Bewegungsflächen).

Kapitel 4: Maße der Bewegungsflächen

Kapitel 4 listet in den Unterkapiteln 4.1 bis 4.8 die benötigten Maße von Bewegungsflächen bei verschiedenen Situationen auf: Als Wendemöglichkeit, vor und hinter Rampen, vor Fernsprechern, Service-Schaltern, Durchgängen, Kassen und Kontrollen sowie vor Dienstleistungsautomaten. Ferner vor Therapieeinrichtungen, Rollstuhlabstellplätzen, neben Kraftfahrzeugen, in Fluren, auf Hauptwegen, neben Treppenauf- und abgängen, entlang von Einrichtungen bei seitlicher Anfahrbarkeit, zwischen Radabweisern einer Rampe und neben Bedienungseinrichtungen. Weiter in Durchgängen neben Kassen und Kontrollen sowie auf Nebenwegen, vor Fahrschachttüren und vor handbetätigten Türen.

Kapitel 5: Begegnungsflächen

Das notwendige Maß von Begegnungsflächen zweier Rollstuhlnutzer wird in Kapitel 5 festgelegt.

Kapitel 6: Türen

Das Kapitel 6 legt maßliche Anforderungen an Türen und ihre Schlagrichtung bei Sanitärräumen fest, definiert Anforderungen an große Glasflächen sowie an Hauseingangs- und Brandschutztüren sowie Garagentore und verweist für Türanschläge und –schwellen sowie für Bedienelemente auf folgende Kapitel.

Kapitel 7: Stufenlose Erreichbarkeit, untere Türanschläge und –schwellen, Aufzug, Rampe

Kapitel 7 fordert in Unterkapitel 7.1 die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen (ggf. mit Aufzug oder Rampe) und definiert in den Unterkapitel 7.2 bis 7.4 die maßlichen Anforderungen an untere Türanschläge und –schwellen, Aufzüge und Rampen sowie an deren Ausstattung.

Kapitel 8: Treppen

In Kapitel 8 werden Anforderungen an die Treppenausbildung sowie an die Handläufe dargestellt. Für Orientierungshilfen und Bewegungsflächen wird auf andere Kapitel verwiesen.

Kapitel 9: Bodenbeläge

Kapitel 9 behandelt Anforderungen an Bodenbeläge und ihre Verlegung im Gebäude sowie im Freien und definiert maximal zulässige Maße für das Gefälle von Hauptwegen.

Kapitel 10: Wände und Decken

In Kapitel 10 wird die Tragfähigkeit der Wände und Decken zur Anbringung von diversen Vorrichtungen gefordert.

Kapitel 11: Sanitärräume

Kapitel 11 erläutert für Sanitärräume die notwendigen Abmessungen, Bewegungsflächen und Ausstattungselemente wie Klosettbecken, Haltegriffe, Toilettenspülung, Toilettenpapierhalter, Waschtisch, Spiegel, Seifenspender, Handtrockner und Abfallauffang. Erwähnt werden weiter Kleiderhaken, Ablageflächen, Klappliegen und Wickeltisch. Bezüglich Notruf, Türen und grundsätzliche Bewegungsflächen wird auf andere Kapitel verwiesen.

Kapitel 12: Sport-, Bade-, Arbeits- und Freizeitstätten

Kapitel 12 behandelt in mehreren Unterkapiteln die Anforderungen an Sport-, Bade-, Arbeits- und Freizeitstätten. Unterkapitel 12.1 listet zusätzliche Anforderungen an Toilettenkabinen bzw. Duschkabinen wie ein schwellenloser Duschplatz, Dusch-Klappsitz auf und definiert die Anforderungen an die Seifenablage und an die Armaturen. Der Umkleidebereich wird in Unterkapitel 12.2, Schwimm- und Bewegungsbecken in 12.3 behandelt. Unterkapitel 12.4 fordert Handläufe in Hygieneschleusen und verweist für Rampen in Durchfahrbecken auf das entsprechende Kapitel. Die Anordnung von Rollstuhlabstellplätzen und deren Größe werden in Unterkapitel 12.5 behandelt, für benötigte Bewegungsflächen wird normenintern verwiesen.

Kapitel 13: Versammlungs-, Sport- und Gaststätten

Kapitel 13 vermaßt für Versammlungs-, Sport- und Gaststätten die Plätze für Rollstuhlbenutzer, bestimmt ihre Anzahl und fordert Sitzplätze für Begleitpersonen neben dem Rollstuhlplatz.

Kapitel 14: Beherbergungsbetriebe

In Link: Kapitel 14 wird für Beherbergungsbetriebe die Anzahl der nach DIN 18025-1 (überholt durch DIN 18040-2) geplanten Zimmer festgelegt. Weiter wird die Ausstattung mit Telefon und Fernbedienung für alle Geräte gefordert

Kapitel 15: Tresen, Service-Schalter und Verkaufstische

Die Höhe von Tresen, Service-Schaltern und Verkaufstischen sowie ihre Kniefreiheit und ihre Anzahl wird in Kapitel 15 definiert.

Kapitel 16: Pkw-Stellplätze

In Kapitel 16 wird die Anzahl der nach DIN 18025-1 (überarbeitet in DIN 18040-1) zu planenden PKW-Stellplätze festgelegt. Weiter wird ein Stellplatz für einen Kleinbus gefordert und seine Abmaße festgelegt sowie die Position der rollstuhlgerechten Stellplätze in Tiefgaragen und zum Haupteingang beschrieben.

Kapitel 17: Bedienungsvorrichtungen

Kapitel 17 beschreibt die Anforderungen an Bedienungsvorrichtungen, beispielhaft werden Schalter, Taster, Toilettenspüler, Briefeinwurf- und Codekartenschlitze, Klingel, Bedienungselemente kraftbetätigter Türen, Notrufschalter aufgelistet. Neben Einbaumaßen zur Erreichbarkeit durch Rollstuhlnutzer werden Anforderungen an die Gestaltung zur Nutzung durch Blinde und Sehbehinderte aufgeführt. Weitere Anforderungen bestehen an die Sanitärarmaturen bezüglich der Auslösung und der Wassertemperatur und an die Notrufschalter in Sanitär- oder Toilettenräumen.

Kapitel 18: Orientierungshilfen, Beschilderung

In Kapitel 18 werden grundlegende Anforderungen an Orientierungshilfen wie die Anordnung, Kontrast und Lesbarkeit sowie die Tastbarkeit erwähnt. Anforderungen an die Beleuchtung von Verkehrsflächen, Treppen und Treppenpodesten sowie die Fluchtwegebeleuchtung und ergänzende Tonsignale sind hier ebenfalls aufgeführt, ebenso wie taktile Informationen zu den Geschossebenen und Haltestellenansagen in Aufzügen.

Anhang A

Im Anhang A werden Literaturhinweise gegeben.

Fußnoten

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    DIN 18040-1: 2010-10 – Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude